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Das Jahr 2014

... wie soll man das nur beschreiben? Angefangen hat es mit einem viel zu warmen Winter. Die tiefste Temperatur war gerade mal -1,5°C. Eine einzige Schrecksekunde gab es, als die Temperaturen Mitte April auf einmal drohten unter den Gefrierpunkt zu fallen. Zu diesem Zeitpunkt hatten auch unsere kälteren Lagen ausgetrieben und nun drohte gerade dort, die Knospen zu erfrieren. Zum ersten Mal seit über 40 Jahren haben wir wieder im Weinberg gezündelt um die jungen Triebe warm zu halten. Und es hat funktioniert!

Das Jahr der Extreme geht weiter: im Frühjahr ist es recht trocken. Wir pflanzen einen Teil unseres Weinberges Hahn an (den steilsten) und freuen uns über etwas Regen gerade zur rechten Zeit: einen Tag nach dem Pflanzen. Dieses Jungfeld scheint der große Gewinner des Jahres zu sein, noch nie gab es ein schöneres, gesünderers und besser gewachsenes Jungfeld als "das Häuschen" (das natürlich wie jeder unserer Weinberge eine speziellen Namen hat). 

Bis in den Sommer sah es nach einem Jahrgang wie 2011 aus. Ein trockenes Jahr, weit dem Durchschnitt voraus (bis jetzt nur in der Entwicklung), wir planten sogar weitere Tanks zu kaufen. Dann kam der Regen. Zu Anfang haben wir uns noch darüber gefreut. Ab Anfang August wurde es dann immer mehr und im August noch hatten wir den durchschnittlichen Jahresniederschlag gehabt. Natürlich wuchs mit dem Niederschlag auch die Angst vor Fäunlis an den Trauben. Zum Glück sind unsere Böden recht leicht und bieten nicht sehr viel Platz für das Regenwasser, es läuft einfach ab in den Rhein. 

Der Herbst war dann, durch die Feuchtigkeit, von einem großen Selektionsaufwand und einem leider kleinen Ertrag geprägt. Bewusst haben wir nicht Anfang September angefangen alle Trauben wahllos abzuscheiden. Das hätte uns zwar einen viel größeren Ertrag gebracht, aber auch sehr unreife, unharmonische Weine. Die Wahl, teilwiese bis Ende Oktober zu warten hat uns Nerven gekostet und Menge. Der Selektionsaufwand war immens. Und die Tagesausbeuten teilweise nur ein Viertel von "Normal".

Jetzt, im Januar des nächsten Jahres, läst sich sagen, dass wir das richtige getan haben. Die längere Hängzeit an der Rebe hat uns eine Vielzahl von Aromen beschert. Wir haben aussagekräftige, dichte Rieslinge und filigrane Spätburgunder. Leider nicht in der Menge, die wir gerne hätten, aber dafür eine Qualität, die uns die Mühsalen fast vergessen lässt.

Also seien Sie gespannt auf das, was Sie ab April in unserem Weingut erwartet!

 
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Weingut Toni Jost Hahnenhof