Alles hat seine Zeit

Alles hat seine Zeit: die jungen Triebe, die wir seit dem Frühjahr begleitet haben, haben uns auch in diesem Jahr wieder tolle Trauben gebracht. Die Rebstämme sind ein weiteres Jahr lang gewachsen und die Wurzeln erneut tiefer in den Boden vorgedrungen und haben sich neue Räume erarbeitet.

Die Ernte ist eingefahren und das Laub am Rebstock färbt sich rot und gelb. Die Assimilate, die das Blatt dem Sommer über hergestellt hat, werden ins Holz verlagert und der Stamm bereitet sich auf die Winterruhe vor. Und so wie auch der Rebstamm Bilanz zieht und sich für das kommende Frühjahr und den Austrieb wieder sammelt, so sammeln auch wir uns und entscheiden, wie das Weingut in den kommenden Jahren aussehen soll.

Wie in jedem Jahr werden jetzt, vor dem Rebschnitt, die Anlagen entfernt, in denen ein Rebsortenwechsel oder eine Verjüngung der Rebanlage ansteht. So trifft es in diesem Jahr eine Rotwein-Parzelle, in der wir nun im Spätjahr aushacken und die im kommenden Frühjahr neu mit Riesling bepflanzt wird.