Wildbienen im Spätburgunder

Seit ein paar Jahren schon beobachten wir eine Kolonie Wildbienen die es sich in unserem neugepflanzten Spätburgunder häuslich eingerichtet hat. Auch im Frühling 2021 wuseln die Bienen wieder umher, putzen ihre Erdhöhlen und sammeln fleißig Blütenpollen. Wie achten bei der Arbeiten in diesem Weinberg besonders auf den Boden, damit die Erdbewohner nicht unnötig aufgeschreckt werden. Wer probieren möchte wie der „Bienenweinberg“ im Glas schmeckt, dem sei unser 2020er Rosé ans Herz gelegt.

Pheromone gegen Traubenwickler

Trauben sind etwas wunderbare! Leider weiß das der Traubenwickler, eine kleine Motte die ihre Gespinste an bzw. in die jungen Trauben ablegt, nur auch.

Darum bringen wir vor dem Austrieb Pheromone aus. In den kleinen orange-roten Ampullen in Sexualduftstoffe der Traubenwickler. Jetzt riecht der ganze Weinberg Hahn nach Weibchen, die Wickler finden sich kaum noch und die nächste Generation die unsere Trauben schädigen kann bleibt aus.

Bei besten Sonnenschein eine wunderbare Arbeit im Weinberg.

Das Binden ist fertig

Die letzten Tage haben wir genutzt um die Reben fest an die Drähte im Weinberg zu binden. Jetzt können die einzelnen Triebe aus den Augen wachsen. Die Drähte halten dabei die Triebe und geben zusätzliche Stabilität. Zwar ist vom Austrieb noch nichts zu sehen – die Augen sind noch nicht geschwollen, geschweige denn aufgebrochen – aber in der Rebe regt sich trotzdem einiges: die Reben „bluten“ aus den Schnittstellen.

Es summt und brummt im Weinberg

Noch herrscht fast überall im Tal Winterruhe; die Bäume stehen kahl in den Hängen und wir haben die Reben fertig geschnitten. Die ersten Kräuter und Blumen kommen aus ihren Winterverstecken und heute morgen flog mir die erste Wildbiene vor die Kamera: der Frühling lässt nicht mehr lange auf sich warten.

 

Weinlese in Zeiten von Corona

Lange haben wir gewartet und gezittert: Mitte September konnten wir aber glücklich mit der Weinlese 2020 beginnen. Die Trauben haben uns die Arbeit aber auch sehr einfach gemacht: goldgelb, vollreif und geschmacksintensiv – genauso wollen wir unsere Trauben ernten.

2020 spannte sich der Kreis unserer Erntehelfer von Ungarn bis nach Argentinien. Während der Arbeit ist es einfach den Abstand einzuhalten: jeder hat eine Rebzeile für sich. Und nach der Arbeit halten wir den Abstand ein indem wir mit ausgestrecktem Arm uns zuprosten. Alles in allem ein sehr spannender Herbst, der uns im kommenden Frühjahr mit außergewöhnlichen Weinen begeistern wird.

Oktober 2020

Die Reben haben Durst

Leider viel zu oft schreiben wir im Juli und August über unsere Bewässerung der Reben. Der Klimawandel ist nicht aufzuhalten und wir helfen unseren Reben mit gezielten Wassergabe. Somit und mit gezielter Reduzierung der Traubenanzahl können wir die Rebstöcke entlasten. Im Herbst dankt es uns die Rebe mit gesunden und vollreifen Trauben, sowie mit einer optimalen Holzausreifung, damit auch dem nächsten Jahrgang nichts mehr im Wege steht.

Und da, wo nicht alles Wasser in die Leitungen im Weinberg fließt sondern aus dem Filter tropft, freut sich die übrige Flora und Fauna an der Abkühlung.

15. Juli 2020

Der Weinberg grünt und blüht

Bei bestem Wetter und wunderbar entwickelten Reben haben wir schon das erste blühende Geschein entdeckt. Da für die kommenden Tage (zum Glück) das Wetter etwas kühler werden soll, wird es vorerst wohl bei nur einem blühenden Geschein bleiben.

Die Faustregel besagt, dass es von der Blüte bis zur Lese 110 Tage dauert. Eine andere Fausregel besagt aber auch, dass die Rebblüte erst rund um Johanni (24. Juni) einsetzt. Wir Winzer merken den Klimawandel sehr stark.

03. Juni 2020

Frost im Weinberg

Die Eisheiligen machen ihrem Namen alle Ehre. In den frühen Morgenstunden des 12. Mai fielen die Temperaturen in unseren höchstgelegenen Weinbergen kurz unter den Gefrierpunkt. Zum Glück hatten wir vorgesorgt und konnten mit Feuertöfen dem Frost einheizen.

Durch den „Kälte-Schock“ erwarten wir jetzt eine kurze Ruhepause in der Natur. Das Wachstum wird wahrscheinlich in eine Woche wieder richtig beginnen. Somit haben wir genug Zeit um uns auf die nächtste Arbeit, das Aufheften der Triebe, vorzubereiten.

12. Mai 2020